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Nationalparks



Die Natur mit Samthandschuhen anfassen

Natur erleben – Natur bewahren Die Schätze der Natur auch für kommende Generationen erhalten - ein Gedanke, der in Namibia tief im Bewusstsein der Menschen verankert ist. Schon heute stehen rund 15 Prozent der gesamten Landesfläche unter Naturschutz - eine Fläche ungefähr dreimal so groß wie die Schweiz. In zahlreichen Nationalparks können Besucher die ursprüngliche Naturschönheit Namibias erleben: Zum Beispiel im tierreichen Etosha Nationalpark im Norden des Landes, in der über 160 Kilometer langen Schlucht des Fish River Canyons, im feucht-tropischen Caprivi-Streifen und in der sagenhaften Dünenlandschaft des Namib Naukluft Parks. Berauschende Landschaftserlebnisse aber auch eine vielfältige Tierwelt erwarten Besucher.

Reservierungen in Nationalparks

Wichtige Hinweise
Alle Unterkünfte, auch Zelt und Camper-Stellplätze, müssen im voraus in Windhoek gebucht werden. Als Tagesbesucher ist das Permit (Eintrittskarte) vor Ort zu bekommen!

Reservierungen:
Namibia Wildlife Resorts Ltd
Reservations
Private Bag 13267
Windhoek  - Namibia
Tel.  (+264) 61 / 2857200
Fax (+264) 61/ 224900
reservations@nwr.com.na
www.nwr.com.na

Norden

Der Caprivi-Zipfel

Nur wenige wissen um die semitropische Region des Caprivi-Zipfels, der sich vom Okavango-Fluss im Westen bis hin nach Kazungula erstreckt. Angola und Zambia im Norden, Zimbabwe im Osten und Botswana im Süden grenzen diese kontrastreiche Region ein, die vier interessante Naturparks beherbergt: z. B. den Caprivi Wildpark mit 5 715 km Fläche und direkt an der Grenze zu Angola gelegen. Der überaus sandige Boden kann oftmals nur von Geländewagen befahren werden. Besucher können in Gästelodges oder im Popa Falls Rest Camp (Kavango) übernachten. Inmitten dieser unberührten Wildnis und direkt am Fluss, liegt die rustikale Lianshulu Lodge.

Kavango

Auf keinen Fall sollte man einen Besuch der eindrucksvollen Popa-Wasserfälle versäumen.  Am Okavango-Fluss, 25 km nördlich des Mahango-Wildreservats, liegt der winzige Popa Safari Park. Man findet dort ein wahres Vogelparadies. Inmitten des Parks liegt auch das Popa Falls Rest Camp. Die beste Aussicht auf die Fälle hat man übrigens während der Trockenzeit.  Im Nordosten des Landes, angrenzend an Botswana, liegt der 3.842 km große Kaudoum-Wildpark in einem Gebiet von unberührter Natur. Aufgrund der dichten Vegetation benötigt man jedoch viel Ausdauer und Geduld, um die dort lebenden Giraffen, Elefanten, Löwen, Leoparden, Hyänen und Schakale auch zu Gesicht zu bekommen. Wichtig: Der Park darf nur im Konvoi mit mindestens zwei Geländewagen befahren werden. In Kaudoum befinden sich zwei kleine Rastlager, Kaudoum und Sikereti, die Unterkunftsmöglichkeiten in Hütten und auf einem Campingplatz bieten.

Der Etosha-Nationalpark

Der Etosha-Nationalpark ist wohl das bedeutendste Naturschutzgebiet Afrikas. Tatsächlich entfaltet sich hier auf einer Gesamtfläche von 22 270 km ein geradezu paradiesisches Leben. Am attraktivsten ist ein Besuch während der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Riesige Tierherden versammeln sich dann in der Morgen- und Abenddämmerung an den wenigen Wasserlöchern und eröffnen dem faszinierten Besucher das eindrucksvolle Tierleben im afrikanischen Busch. Der Etosha-Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet seinen Besuchern drei komfortable Camps: Okaukuejo, Halali und Namutoni. Diese Camps werden jedoch zur Sicherheit der Gäste über Nacht geschlossen.

Die Landesmitte

Der Daan-Viljoen-Wildpark  

Im pittoresken Khomas-Hochland, nur 30 km von Windhoek entfernt, liegt der Daan-Viljoen-Wildpark. Viele Windhoeker nutzen ihr Wochenende für einen Besuch des Parks, und auch für zahlreiche Reisende ist er zu einem angenehmen und erholsamen Zwischenstop geworden.

Das Waterberg-Plateau

300 km von Windhoek und 60 km östlich von Otjiwarongo entfernt liegt der 405 km große Waterberg-Plateau-Park, der wie eine Festung aus der Hochebene Zentralnamibias emporragt. Dort leben seltene Nashornarten, Pferdeantilopen, Büffel, Giraffen, Kudus, Impalas, Leoparden, Geparden und über 200 verschiedene Vogelarten. Mit einer Atmosphäre der Ruhe und des Friedens und seiner ungewöhnlichen Naturschönheit ist der Waterberg Plateau Park bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt.

Das im Park befindliche Bernabé-de-la Bat-Camp ist in seiner Konzeption und im Baustil völlig in die Landschaft integriert und bietet luxuriöse Chalets, kleine Bungalows und einen gut ausgestatteten Campingplatz.

Gross Barmen    

Das frühere Otjikango („große Quelle“) hat eine wichtige Funktion als Thermalbad und Naherholungsziel für die Windhoeker. Das fluorid- und sulfidhaltige 65° C heiße Quellwasser empfiehlt sich vor allem für Rheumaleidende. Zum Freizeitangebot gehören ein Tennisplatz, ein Hallenthermal- und ein Freibad. Überdies laden schöne Wege zu Spaziergängen ein. Es gibt auch Angel- und Wassersportmöglichkeiten; im Büro sind Angelscheine erhältlich.

Der Süden

Der Hardap-Stausee          

Überaus lohnenswert ist ein Ausflug zum Hardap-Stausee, an dem sich ein Naturschutz- und Erholungspark befindet (ca. 25 km nordwestlich von Mariental). Er ist mit einer Kapazität von 300 Mio. Kubikmeter Wasser sogar der größte Stausee des Landes. Am Südufer wurde ein Wildschutzgebiet mit Wanderwegen angelegt, in dem man Strauße, Zebras, Kudus, Springböcke, Antilopen und zahllose Vögel beobachten kann. Und auch für Angler und Wassersportler ist der Hardap-See ein ideales Erholungsgebiet. Das Hardap-Rastlager bietet mit seinen Bungalows und Campingplätzen eine angenehme Unterkunftsmöglichkeit. 

Der Fischfluss-Canyon

Der Fischfluss-Canyon, rd. 700 km südlich von Windhoek, zählt zu den größten Naturwundern Afrikas. Der Fischfluss bildet den größten Canyon der südlichen Hemisphäre, seine Großartigkeit wird nur vom Grand Canyon in den USA übertroffen. Eine 25 km lange Aussichtsstraße führt am Ostrand entlang und bietet einen einmaligen Blick über dieses atemberaubende Naturschauspiel.

Der Wanderweg durch den Canyon ist eine Herausforderung für jeden sportlichen Wanderer. Diese beliebte Wanderung dauert vier bis fünf Tage, kann jedoch aus klimatischen Gründen nur in den Wintermonaten von Mai bis September unternommen werden. Zudem ist ein ärztliches Attest über körperliche Kondition vorzulegen. Doch der atemberaubende Blick über die vom Canyon zerschnittene Landschaft lässt alle nötigen Formalitäten schnell wieder vergessen.

Die heißen Quellen Ai-Ais

Am Südende des Canyons, 232 km von Keetmanshoop entfernt, liegt das Thermalbad Ai-Ais. Aufgrund seiner 60 ° C heißen Quellen ist es zu einer wahren Oase der Erholung geworden und bietet von Luxuswohnungen über einfache Hütten bis hin zu Zeltplätzen die verschiedensten Unterkunftsmöglichkeiten.

Der Namib-Naukluft-Park

Den absoluten Höhepunkt bietet die Region im Sossusvlei. Zwischen Swakopmund und Lüderitz liegt diese von den höchsten Dünen der Welt umschlossene Lehmsenke. Das Gebiet ist ein einziges Märchen aus Sand, soweit das Auge reicht. Die Farbschattierungen variieren von Blassgelb bis leuchtend Rot und Orange. Campingplätze gibt es keine, da das Gebiet nur für Tagesbesucher geöffnet ist. Durch weite, offene Ebenen und durch die unwirtliche Mondlandschaft am Swakop-Fluss führt die Welwitschia-Panoramastraße, die ihren Namen der Welwitschia mirabilis erhalten hat, einer fossilen Pflanze, die mehrere hundert und auch tausend Jahre alt werden kann.

Nordwestlich von Maltahöhe, an der Straße nach Swakopmund, liegt die Naukluft, die das gebirgige Plateau sowie den Randbereich der Namib umfasst. Dieses Gebiet ist nur mit einem Geländewagen erreichbar, und es bestehen keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten. Im Namibgebiet gibt es Campingplätze ab der Kuisebbrücke, bei Mirabib, Homeb, Kriess-se-rus, am Vogelfederberg, der Blutkuppe, Groot Tinkas und Ganab.

Die Lüderitzbucht

Die Hafenstadt Lüderitz liegt zwischen den Dünen der Namib und den stürmischen Fluten des Atlantischen Ozeans. Gegründet durch den Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz war sie die erste deutsche Siedlung im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Viele Jugendstilbauten zieren noch heute die Stadt und geben dem Ort einen einmaligen Charme. Ein paar Kilometer außerhalb von Lüderitz befindet sich die im Wüstensand versinkende Geisterstadt Kolmanskuppe.  Zerfallene Gebäude, in deren Räume der Sand mittlerweile meterhoch liegt, zeugen von der einst wohlhabenden Diamantenstadt. Zum Besuch von Kolmanskuppe ist ein Erlaubnisschein der CDM (Consolidated Diamond Mines) erforderlich.

Nationales Erholungsgebiet Westküste         

Diese Region umfaßt einen 200 km langen und 20 km breiten Küstenstreifen nördlich von Swakopmund. An den dortigen Stränden gibt es viele beliebte Angel- und Campingplätze. Nördlich des Erholungsortes Henties Bay befindet sich das Kreuzkap (Cape Cross), wo sich unzählige Pelzrobben im kalten Atlantikwasser tummeln. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Inseln und geschützte Buchten, die den rund 100 000 Robben zur Paarung und zur Aufzucht des Nachwuchses dienen.

Der Skelettküstenpark 

Der für Besucher nur teilweise zugängliche, abgeschiedene Naturpark erstreckt zwischen Ugabmündung im Süden und Kunene-Fluss im Norden. Die Landschaft erscheint rätselhaft, mit dicken Nebelschwaden und unwirklich erscheinenden Luftspiegelungen. Zahlreiche Schiffswracks und verlassene Minen unterstreichen die geisterhafte Atmosphäre.

Der südliche Teil des Skelettküstenparks ist nur mit Erlaubnis des Ministeriums für Umwelt und Tourismus zu durchfahren oder mit einer Buchungsbestätigung der Orte Terrace Bay oder Torra Bay. Der nördliche Teil des Parks kann nur mit einer Flugsafari besichtigt werden. Torra Bay hat einen Campingplatz mit einfachen Sanitäranlagen. Terrace Bay, eine verlassene Bergbausiedlung, bietet ganzjährig Unterkunft mit Vollpension in komfortablen Bungalows mit Badezimmern.